Willkommen bei der NABU Gruppe Lauda


Jungstörche gedeihen prächtig

Die Mitglieder des Nabu beobachten den Bruterfolg der Weißstörche. Allerdings sind nur noch zwei kleine Adebars im Nest.

 

 Die Störche ziehen ihre Kreise über Lauda und landen in der Nähe des Flussufers. Immer wieder sieht man die Weißstorch-Eltern in der Tauberaue, die sie sich als ihr „Restaurant“ ausgesucht haben. Die Kleinen haben Hunger und brauchen ständig etwas in den Schnabel. Gierig betteln sie bei Mama und Papa, klappern lautstark und verlangen nach der nächsten Portion. Die Eltern haben „alle Flügel“ voll zu tun, um die Mäuler satt zu bekommen.

 

Dass sich die Storchenfamilie die Region zur Aufzucht ihres Nachwuchses ausgesucht hat, freut die Naturschützer. Auf dem Silodach der ehemaligen Firma Ruppel scheint sie sich ausgesprochen wohlzufühlen. Der Bruterfolg der Weißstörche in Lauda ist etwas Besonderes: Erstmals seit rund 50 bis 60 Jahren hat wieder ein Storchenpaar im Main-Tauber-Kreis erfolgreich gebrütet.

 

Geschehen von Naturschützern verfolgt

 

Interessiert verfolgen Mitglieder des Nabu das Geschehen im Horst seit Wochen aus sicherer Entfernung. Jede Fütterung, jede Entwicklung wird aufmerksam beobachtet. Dabei mussten sie jedoch feststellen, dass von den ursprünglich drei geschlüpften Jungstörchen seit etwa drei Wochen nur noch zwei im Nest zu sehen sind. „Die beiden entwickeln sich aber prächtig“, sagt Michael Salomon. Auch die Fütterung konnte dokumentiert und in beeindruckenden Bildern festgehalten werden.

 

Der Alltag im Nest folgt einem festen Rhythmus. Während ein Altvogel den Nachwuchs bewacht, zieht der andere durch die Wiesen und Feuchtgebiete der Tauberaue auf Nahrungssuche. Regenwürmer und Insekten stehen zunächst auf dem Speiseplan, inzwischen bringen die Eltern aber auch Mäuse und andere größere Beutetiere mit. Ein reichhaltiges Nahrungsangebot ist entscheidend dafür, dass die beiden Jungstörche kräftig heranwachsen.

 

Wenn alles weiterhin gut verläuft, werden die beiden Jungstörche schon bald flügge und im Spätsommer gemeinsam mit ihren Eltern in die Überwinterungsgebiete nach Spanien oder Afrika aufbrechen. Vielleicht kehren die Altvögel bereits im nächsten Jahr ins Taubertal zurück, um dort erneut ihren Nachwuchs großzuziehen. Die Jungstörche selbst werden ihre Geburtsregion dagegen voraussichtlich erst nach drei bis fünf Jahren wieder aufsuchen, wenn sie geschlechtsreif sind. Ob sie sich dann noch an ihre Kindheit auf dem Silodach erinnern können?

 

Fränkische Nachrichten 15.7.2026 Von Diana Seufert

 

Foto: Reiner Kilb


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Erfolgreicher Artenschutz für den Star

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass es einen dramatischen Verlust an Biodiversität und Artenvielfalt gibt. Dies betrifft auch höhlenbrütende Vogelarten, wie z. B. Meisen und Stare, denen immer weniger natürliche NistmögIichkeiten in der oftmals weitgehend ausgeräumten Landschaft zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund nahm die NABU Gruppe Lauda 2023 in ihrem Schutzgebiet „Echelsee“ eine gezielte Artenschutzmaßnahme für den Star vor.

 

Günter Lindenau, seit über 30 Jahren aktives Mitglied der NABU Gruppe Lauda, hatte acht Starenkästen angefertigt, die damals in relativ engem Abstand im Schutzgebiet angebracht wurden, da Stare kein eigenes Revier verteidigen und sehr gesellige Vögel sind. Die Hoffnung der Laudaer Naturschützer, dass dieses Nistangebot recht schnell von den Staren angenommen würde, erfüllte sich rasch und auch dieses Jahr sind wohl alle Starenkästen belegt.

 

Text/Fotos: Michael Salomon

 

 


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Foto: NAJU Lauda
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Die Schutzgebiete der NABU Gruppe Lauda

Schutzgebiet "Galgen" (Foto: Michael Salomon)
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Die NABU Gruppe Lauda betreut und pflegt 19 Schutzgebiete. Infos über Merkmale und Pflege dieser Biotope erhalten Sie hier.



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